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Abstrakt: Was passiert beim sofortigen Absetzen von Antidepressiva Was ist ein Absetzsyndrom von SSRI oder Venlafaxin

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Antidepressiva absetzen - Absetzsyndrom

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Geschrieben von: Dr. Martin Winkler
Erstfassung: 2004-01-10. Geändert: 2014-01-17.

Hier erhalten Sie Antworten auf Fragen zum Thema
  • Antidepressiva absetzen
    z.B
    • SSRI wie Citalopram absetzen
    • Venlafaxin absetzen
  • Symptome eineS Absetzsyndroms bei Antidepressiva

Antwort:

Antidepressiva absetzen

Leider werden immer noch Patienten mit der falschen Behauptung verunsichert, dass Antidepressiva ein Abhängigkeitsrisiko hätten.

Um es noch einmal ganz deutlich zu schreiben : NEIN, Antidepressiva machen nicht abhängig!

Dennoch ist es so, dass man nicht allein und ohne Rücksprache mit seinem Arzt eine medikamentöse Behandlung mit Antidepressiva beenden sollte, weil hier u.a. körperliche Beschwerden eines sogenannten Absetzsyndroms auftreten könnten.

Dies gilt besonders für sog. Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer und bei Antidepressiva mit dem Wirkstoff Venlafaxin aber auch einige andere Antidepressiva (tricyclische Antidepressiva). Das Beschwerdebild bei einem zu raschen Absetzen der Medikamente kann sehr unterschiedlich sein und ist u.a. durch die Veränderungen der Botenstoffe (Neurotransmitter) bedingt. Zusätzlich muss man bedenken, dass die ursprünglichen Gründe und Grundstörung (z.B. Depressionen oder Ängste) ja noch vorhanden sind und eben auch erhebliche psychische und auch körperliche Beschwerden machen können. Kennzeichnend für ein Absetzsyndrom bzw. Absetzsymptome bei Antidepressiva ist, dass die Beschwerden wieder sehr schnell nachlassen, wenn man das Medikament wieder einnimmt. Zu den häufigeren Beschwerden bei zu schnellem Absetzen gehören:

  • Unsicherheit, Schwindelgefühle, Nervosität zu Beginn beim Antidepressiva absetzen/em>
  • Gangunsicherheit
  • grippeähnliche Symptome (Gliederschmerzen, Müdigkeit)
  • Konzentrations- und Gedächtnisprobleme

Diese Beschwerden sind in aller Regelleicht und vorrübergehend und verschwinden spontan (d.h. ohne Therapie) innerhalb weniger Tage. Dennoch empfehlen die meisten Ärzte, die Medikamente schrittweise, d.h. in aller Regel über mehrere Tage bis Wochen zu reduzieren.

Da gerade bei Depressionen und Ängsten eine grosse Rückfallgefährdung ohne den medikamentösen Schutz bestehen kann, sollte man eine Entscheidung gegen eine weitere Medikamententherapie also unbedingt mit seinem Arzt besprechen!

Achtung: Die Informationen auf Web4Health ersetzen nicht die professionelle Diagnostik, Beratung und Therapie bei einem Arzt oder Psychologen! Sie stellen nur ein Informationsangebot dar, das wir nach hohen Qualitätskriterien und klinischer Erfahrung gestalten. Alle Informationen über diagnostische und therapeutische Methoden (inkl. Informationen über Medikamente) gelten nicht als persönliche Empfehlung oder Therapievorschlag. Für den Inhalt der verlinkten Internetseiten wird keine Haftung übernommen. Insbesondere gibt der Inhalt dieser Internetseiten nicht notwendig die Meinung von Web4Health wieder. Sollten Sie Änderungsvorschläge haben oder Fehler bemerkt haben, schreiben Sie uns .
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