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Citalopram - Gegenanzeigen / Kontraindikationen

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Geschrieben von: Petros Skapinakis, MD, MPH, PhD, lecturer of Psychiatry in the University of Ioannina Medical School, Greece. Eva Gerasi, postgraduate student in the Department of Psychiatry, University Hospital of Ioannina, Greece.
Erstfassung: 21 Aug 2003. Geändert: 29 Mai 2004.

Was sollte ich mit meinem Arzt ansprechen, bevor ich Citalopram (Cipramil) einnehme?

Antwort:
  • Vor der Einnahme jedes Medikamentes sollte man ausführlich mit seinem Arzt über alle vorbekannten Erkrankungen, Allergien und Arzneimittelunverträglichkeiten oder etwaige andere Medikamente sprechen.

  • Schwangere oder Stillende Frauen sollten grundsätzlich auf Medikamenteneinnahmen verzichten. Im Ausnahmefall kann aber die Einnahme eines SSRI dennoch gerechtfertigt sein. Dies müsste aber auführlich mit den behandelnden Ärzten abgestimmt werden. SSRI in der Schwangerschaft
  • Die Einnahme von SSRI wie Citalopram bei Kindern und Jugendlichen sollte aufgrund kontrovers geführter Diskussionen hinsichtlich einer möglichen erhöhten Gefahr von Selbstmord oder selbstverletzendem Verhalten nur mit äußerster Zurückhaltung von Fachärzten verordnet werden.
  • Citalopram weist nur ein sehr geringes Interaktionsprofil (= Wechselwirkungen) mit anderen Medikamenten auf. Dennoch ist es natürlich unbedingt erforderlich, mögliche Kumulationen (Anhäufung von serotonerg wirkenden Medikamenten) zu verhindern. Dies gilt für die gleichzeitige Einnahme von anderen SSRI oder auch Venlafaxin.
  • Besondere Vorsicht ist bei der vorherigen Einnahme eines sog. irreversiblen MAO-Hemmers (Parnate, Jatrosom) erforderlich. Dies ist allerdings eine sehr selten eingesetzte Substanz zur Behandlung von schweren Depressionen, so dass es sich um eine wirkliche Rarität handelt.
  • Die für Männer sicher relevanteste Nebenwirkung
  • Lebererkrankungen können zu einem verzögerten Abbau von Citalopram führen und ggf. eine Dosisanpassung oder Wechsel auf ein anderes Medikament erforderlich machen.
  • bei bekanntem Anfallsleiden (Epilepsie) kann die Einnahme ebenfalls problematisch sein.
  • Patienten mit Manien in der Vorgeschichte sollten auch nur bei gleichzeitiger Einnahme eines Phasenprophylaktikums mit einem SSRI behandelt werden
  • akute Suizidalität erfordert ggf. eine weitere medikamentöse und auf jeden Fall psychotherapeutische Stabilsiering und engmaschige Überwachung, da SSRI den Antrieb steigern können und damit in der Anfangsphase vor Auftreten des eigentlich erwünschten antidepressiven Effektes selten eine erhöhte Gefahr für das Umsetzen eines Selbstmordplans bestehen könnte (ähnlich wie bei anderen antriebssteigernden Antidepressiva)
  • Achtung: Die Informationen auf Web4Health ersetzen nicht die professionelle Diagnostik, Beratung und Therapie bei einem Arzt oder Psychologen! Sie stellen nur ein Informationsangebot dar, dass wir nach hohen Qualitätskriterien und klinischer Erfahrung gestalten. Alle Informationen über diagnostische und therapeutische Methoden (inkl. Informationen über Medikamente) gelten nicht als persönliche Empfehlung oder Therapievorschlag. Für den Inhalt der verlinkten Internetseiten wird keine Haftung übernommen. Insbesondere gibt der Inhalt dieser Internetseiten nicht notwendig die Meinung von Web4Health wieder. Sollten Sie Änderungsvorschläge haben oder Fehler bemerkt haben, schreiben Sie uns .
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