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Abstrakt: Welche Ursachen haben Erstickungsgefühl oder Hyperventilation?

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Erstickungsgefühl und Hyperventilation

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Geschrieben von: Martin Winkler
Erstfassung: 13 Sep 2003. Geändert: 13 Sep 2003.

Welche Ursachen können ein starkes Druckgefühl im Brustraum und Erstickungsgefühle haben? Welche Zusammenhänge gibt es zur Hyperventilation?

Antwort:
Fast alle Patienten mit Angstattacken kennen das Gefühl, das der Hals "wie zugeschnürt" ist und eine innere Panik mit Erstickungsgefühl oder Druckgefühl im Brustbereich entsteht.

Nicht selten tritt dann eine sog. Hyperventilation auf, d.h. ein sehr schnelles und hastiges Abatmen. Paradoxerweise wird durch das schnelle und flache Atmen zwar mehr Sauerstoff umgesetzt, gleichzeitig aber zuviel CO2 (Kohlendioxid) abgeatmet. Dadurch wird die normale Atemregulation gestört. Im Extremfall kann dadurch eine Tetanie mit einer sogenannten Pfötchenstellung entstehen. Es resultiert dabei häufig zunächst Missempfindungen oder ein Taubheitsgefühl in den Fingern, die aber bis hin zu Verkrampfungen und Bewegungsunfähigkeit im Sinne einer Pfötchenstellung der Hände führen kann.

Auch wenn dies dramatisch aussieht, so ist es doch letztlich nicht gefährlich. Die Behandlung besteht in der Beruhigung bzw. Anleitung zum ruhigen Rückatmen. Hierbei wird bisweilen die Rückatmung mit Hilfe einer Tüte empfohlen.

Im eigentlichen Sinne stellt das Hyperventilationssyndrom also eine Sonderform einer Panikattacke dar. Sicherlich treten Hyperventilationen auch bei besonders vegetativ labilen Personen in Extrembelastungen auf (z.B. nach starker körperlicher Anstrengung, Stress).

Häufig verändert sich dann tatsächlich die Atmung, d.h. sie wird flacher und ist durch die sogeannte Atemhilfsmuskulatur und weniger über eine eigentlich normale Bauchatmung geprägt. Hält dies über einen längeren Zeitraum an, so tritt eine Überanstrengung dieser Muskelgruppen bzw. Verspannungen in den Muskelansätzen dieser Muskelgruppen auf. Nicht selten spüren daher Patienten Verspannungen im Bereich der (linken) Brust oder aber im Ohr- und Nackenbereich, wo diese Muskelgruppen ansetzen. Dies wird dann als Engegefühl oder eben "Herzstiche" fehlinterpretiert.

Achtung: Die Informationen auf Web4Health ersetzen nicht die professionelle Diagnostik, Beratung und Therapie bei einem Arzt oder Psychologen! Sie stellen nur ein Informationsangebot dar, das wir nach hohen Qualitätskriterien und klinischer Erfahrung gestalten. Alle Informationen über diagnostische und therapeutische Methoden (inkl. Informationen über Medikamente) gelten nicht als persönliche Empfehlung oder Therapievorschlag. Für den Inhalt der verlinkten Internetseiten wird keine Haftung übernommen. Insbesondere gibt der Inhalt dieser Internetseiten nicht notwendig die Meinung von Web4Health wieder. Sollten Sie Änderungsvorschläge haben oder Fehler bemerkt haben, schreiben Sie uns .
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