Gesundheit Fragen
down arrow Anzeigen: right arrow 

Gesundheit Fragen
left arrow Anzeigen: down arrow

filler

Abstrakt: Keine stationäre Behandlung wegen eigenem Kind?

Start Suche Themen Forum Psychologie Arzt Beratung online Neu Login/out Privat

 Gehe zu:
 Superfolder Neue Frage 

 Sie sind hier Antworten  Fragen zu psychischen Problemen

AKTUELL
WEITER

THEMEN

Angsttherapie - Keine stationäre Behandlung wegen Kind?

Schreiben sie eine Frage  locale Hilfe Info

Anfang Top Diskussion Diskussion Experten fragen Fragen an die Experten  printer Drucken
Frage(n):
Geschrieben von: Martin Winkler
Erstfassung: 28 Jan 2004. Geändert: 28 Jan 2004.

Mein Arzt empfiehlt mir eine stationäre psychosomatische Behandlung bei einer Angststörung und Depressionen. Ich habe aber ein 5 jähriges Kind und möchte es nicht allein bei meinem Mann lassen. Ich kann unmöglich 6 Wochen wegbleiben. Gibt es keine Alternativen oder wenigstens eine Klinik, die auch das Kind mit aufnimmt?

Antwort:
Ihre Problematik ist recht typisch für viele junge Frauen, die unter einer Angststörung leiden. Das Erstauftreten von Panikstörungen liegt häufig im Alter von 20-35 Jahren und so ist es nur natürlich, dass es gerade auch Frauen mit kleinen Kindern betrifft.

Immer wieder wird dabei dann das Argument vorgebracht, dass eine stationäre Therapie wegen dem Kind nicht möglich sei. Wirklich nicht?

Ich möchte keinesfalls bestreiten, dass es persönliche Gründe, Lebensbedingungen oder auch finanzielle Gründe geben kann, warum eine stationäre Therapie nicht möglich zu sein scheint. Andererseits stehen aber gerade den Müttern von den Krankenkassen finanzierte Unterstützungen und Hilfen zu.

Es bleibt also zu diskutieren, ob nicht gerade die Thematik der engen Beziehung zwischen Mutter und Kind im Sinne einer extrem starken Verantwortungsübernahme ein (nicht "der) Faktor ist, der mit zum Auftreten oder der Verschlimmerung der Angstproblematik führte.

Hausärzte sprechen dann bisweilen von einer "Kur" und empfehlen der Mutter etwas Abstand oder Erholung. Nun ja. Dies mag auch ein Ziel einer Therapie sein. Wesentlich erscheint mir dabei eher der "emotionale" Abstand und die Möglichkeit für eine begrenzte Zeit zu lernen auch oder gerade an sich selbst zu denken.

Die Veränderungen nach der Geburt eines Kindes krempeln das Leben einer Mutter (und des Mannes bzw. der ganzen Familie) grundlegend um. Häufig gibt die Frau den Beruf auf, hat weniger Kontakte zu Arbeitskolleginnen oder Freundinnen und schränkt auch Hobbies und angenehme Aktivitäten immer weiter ein.

Quasi "selbstverständlich" kümmert sie sich immer mehr um das Kind oder ihre Beziehung und immer weniger um sich selbst.

Dies alles kann Beklemmungen bzw. das Gefühl "eingesperrt" zu sein, auslösen. Meistens gibt es dazu Parallelen aus der eigenen Kindheit (z.B. als Strafe irgendwo eingeschlossen sein, Verantwortung für eigene Geschwister, alkoholkranke Angehörige). Immer wieder erleben Therapeuten also Mütter (meist sind es Mütter, selterner auch die Väter), die eben eine Art "Helfersyndrom" entwickeln und immer mehr und mehr an andere denken und sich selbst dabei völlig aufgeben.

Gerade bei einer solchen Problematik wäre es aus therapetischer Sicht erforderlich, den Abstand zu üben. Freiräume zu schaffen und zu lernen Zeit für sich selbst einzufordern.

Es gibt durchaus einige Kliniken, die Kinder mit aufnehmen. Gerade bei einer solchen Problemlage würde ich aber immer eine Therapie "allein" anraten. Auch wenn es schwerfällt.

Achtung: Die Informationen auf Web4Health ersetzen nicht die professionelle Diagnostik, Beratung und Therapie bei einem Arzt oder Psychologen! Sie stellen nur ein Informationsangebot dar, das wir nach hohen Qualitätskriterien und klinischer Erfahrung gestalten. Alle Informationen über diagnostische und therapeutische Methoden (inkl. Informationen über Medikamente) gelten nicht als persönliche Empfehlung oder Therapievorschlag. Für den Inhalt der verlinkten Internetseiten wird keine Haftung übernommen. Insbesondere gibt der Inhalt dieser Internetseiten nicht notwendig die Meinung von Web4Health wieder. Sollten Sie Änderungsvorschläge haben oder Fehler bemerkt haben, schreiben Sie uns .
Anfang Top
Start Suche Themen Foren Expertenrat Neu Login/out Privat
anx-mothchild-clinic Separator Copyright 2003-2014 Web4Health