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Abstrakt: ADHS und Epilepsie treten nach einer neuen Studie häufig gemeinsam auf. Das Risiko für ein Anfallsleiden bei Kindern mit ADHS ist deutlich erhöht

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ADHS und Epilepsie : 2,5 fach erhöhtes Risiko für Epilepsie bei ADHS

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Geschrieben von: Martin Winkler
Erstfassung: 09 Jul 2004. Geändert: 09 Jul 2004.

Kommen ADHS und Epilepsie gehäuft zusammen vor?
Sollte man Kinder mit Epilepsie auf ADHS untersuchen?

Antwort:
Eine neue Studie im Arch Gen Psychiatry untersuchte bei Kindern auf Island unter 16 Jahren. Aus der klinischen Erfahrung war durchaus ein häufiges Zusammentreffen von ADHS und verschiedenen Formen von Anfallsleiden (Epilepsie) bekannt. Unklar war jedoch, ob es sich dabei eher um ein zufälliges Zusammentreffen von 2 häufigen Störungen handelt, eine Erkrankung ein erhöhtes Risiko für die andere bedingt oder vielleicht sogar die Stimulantientherapie zu vermehrten Anfälle führen könnte.

In der Studie zeigte sich, dass ADHS-Kinder im Vergleich zu gleichaltrigen Kindern (aus dem Geburtsregister) ein 2,5 fach erhöhtes Risiko für eine Epilepsie aufweisen ! Diese Beziehung galt allerdings (statistisch gesehen) nicht für die Kinder mit dem hyperaktiv-impulsiven Typus, sondern eher für die Betroffenen vom unaufmerksamen Typus der ADHS (inattentive type) bzw. dem häufigeren kombinerten Typus.

Unterschiede in der Art, Häufigkeit oder Schwere des Anfallsleidens konnten dagegen in der Studie nicht festgestellt werden. Auch ergab sich kein Hinweis darauf, dass die Behandlung eine Auswirkung auf das Auftreten von Anfällen hatte.

Die Autoren kommen zu der Schlussfolgerung, dass man gerade bei der Diagnostik und Therapie von Epilepsien im Kindesalter unbedingt an das Vorliegen einer ADHS denken sollte. Beide Erkrankungen kommen gehäuft zusammen vor, was möglicherweise auf eine gemeinsame neurobiologische / genetische Veranlagung bei bestimmten Patienten hindeutet. Dies könnte man als einen weiteren Hinweis darauf werten, dass ADHS häufig mit einem ganzen Spektrum von komorbiden (gleichzeitig auftretenden) Begleiterkrankungen verknüpft ist.

Achtung: Die Informationen auf Web4Health ersetzen nicht die professionelle Diagnostik, Beratung und Therapie bei einem Arzt oder Psychologen! Sie stellen nur ein Informationsangebot dar, das wir nach hohen Qualitätskriterien und klinischer Erfahrung gestalten. Alle Informationen über diagnostische und therapeutische Methoden (inkl. Informationen über Medikamente) gelten nicht als persönliche Empfehlung oder Therapievorschlag. Für den Inhalt der verlinkten Internetseiten wird keine Haftung übernommen. Insbesondere gibt der Inhalt dieser Internetseiten nicht notwendig die Meinung von Web4Health wieder. Sollten Sie Änderungsvorschläge haben oder Fehler bemerkt haben, schreiben Sie uns .
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