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Abstrakt: Internetsucht und Verlust der Realität : Kann man eine Internetsucht entwickeln? Langes Surfen im Internet oder Computerspiele können wie eine Abhängigkeit eine Erkrankung darstellen.

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Internetsucht - Abhängigkeit vom Internet und Onlinespielen

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Geschrieben von: Wendy Moelker, Psychologin am Gesundheitszentrum Emergis in Goes, Holland.
Erstfassung: 20 Mrz 2004. Geändert: 11 Mai 2006.

Kann man vom Internet süchtig werden? Was ist Internetsucht? Welche Anzeichen gibt es für Abhängigkeit vom Internet und Onlinespielen?

Antwort:

Bisher nimmt man an, dass die meisten Nutzer des Internet ihr Verhalten und die Dauer der Internetnutzung selbstständig regulieren können. Aber dies kann sich sehr schnell ändern. Nach einer kürzlich durchgeführten Erhebung in Holland zeigten 3,5 Prozent der befragten Internetuser einen problematischen Umgang mit dem Medium Internet. Sie sind demnach aus privaten Gründen (d.h. nicht beruflich bedingt) mehr als 8 h pro Woche im Internet und schildern Schwierigkeiten bzw. psychische Probleme, wenn sie damit aufhören sollten. Sie machen es also nicht mehr rein aus Spass und Interesse sondern haben durch die Verlagerung ihrer Interessen in das Internet bereits Probleme mit ihrer Umwelt. So kritisieren ihre Partner sie oder es fällt auf, dass sie die Weiten des Internets missbrauchen, um von Problemen und negativen Gefühlen abzulenken bzw. sie zu unterdrücken. Da das Internet ja immer noch ein recht neues Medium ist, befürchten einige Forscher, dass sich diese Entwicklung in den kommenden Jahren noch verschärft. Auch aus den USA gibt es hierzu Forschungsarbeiten. Der Psychologe David Greenfield setzte eine Online-Fragebogen ins Internet. Dabei antworteten 18000 Personen auf diese Befragung. Nach Greenfield zeigten etwa 6% der Freiwilligen, die den Fragebogen ausfüllten, mehr oder weniger ein Suchtverhalten im bezug auf das Medium Internet. Zu den süchtig machenden Aktivitäten im Internet zählten danach besonders:

  • Spiele
  • Auktionen bzw. Internet-Einkäufe
  • Chats
  • Emails

Ein amerikanisches Zentrum für Internet-Sucht hat folgende Checkliste mit folgenden Ja-Nein-Fragen veröffentlicht, die Hinweise auf eine Suchtgefährdung geben könnte.

  • Ich nutze regelmässig das Internet länger, als ich es eigentlich beabsichtigt habe. Ja / Nein
  • Freunde oder Familienangehörige beschweren sich über mein Internet-Verhalten. Ja / Nein
  • Arbeit oder Schule leidet unter meinem Internet-Verhalten. Ja / Nein
  • Das Internet hilft mir, unangenehme Gedanken und Probleme loszuwerden. Ja / Nein
  • Durch das Internet wird meine Nachtruhe / Schlaf regelmässig gestört oder deutlich verkürzt. Ja / Nein
  • Ich sage mir immer wieder : Nur noch eine Minute länger im Internet bleiben und vergesse dann doch die Zeit. Ja / Nein.
  • Ich versuche manchmal, mein Internetkonsum zu verringern. Ja / Nein
  • Wenn ich gerade nicht online bin, muss ich ständig an das Internet oder Internetaktivitäten denken. Ja / Nein
  • Ich reagiere gereizt, wenn mich jemand stört, wenn ich im Internet surfe oder andere Dinge mache. Ja / Nein
  • Ich fühle mich traurig oder nervös, wenn ich mal nicht im Internet bin. Ja / Nein

Wenn Sie zwei oder mehr Fragen mit Ja beantwortet haben, sollten Sie über ihr Internetverhalten mal gründlich nachdenken und überlegen, ob das Medium Internet eine zu grosse Bedeutung in ihrem Leben eingenommen hat.

Natürlich ist es möglich, sein Verhalten zu ändern. Aber es kostet Anstrengung und Bereitschaft. Es gibt Programme, die automatisch die Internetzeit begrenzen und die Internetverbindung kappen, wenn die festgelegte Zeit überschritten ist. Natürlich kann man auch einen Wecker oder andere Zeitmessung neben den Computer stellen und damit ein Stopsignal nach einer bestimmten Zeit festlegen. Spätestens 5 Minuten nach dem Alarmzeichen muss der Computer runtergefahren werden.

Achtung: Die Informationen auf Web4Health ersetzen nicht die professionelle Diagnostik, Beratung und Therapie bei einem Arzt oder Psychologen! Sie stellen nur ein Informationsangebot dar, das wir nach hohen Qualitätskriterien und klinischer Erfahrung gestalten. Alle Informationen über diagnostische und therapeutische Methoden (inkl. Informationen über Medikamente) gelten nicht als persönliche Empfehlung oder Therapievorschlag. Für den Inhalt der verlinkten Internetseiten wird keine Haftung übernommen. Insbesondere gibt der Inhalt dieser Internetseiten nicht notwendig die Meinung von Web4Health wieder. Sollten Sie Änderungsvorschläge haben oder Fehler bemerkt haben, schreiben Sie uns .
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