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Therapie bei Suchtproblemen / Abhängigkeit (z.B. Alkoholabhängigkeit)

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Frage(n):
Geschrieben von: Wendy Moelker, Psychologin am Gesundheitszentrum Emergis in Goes, Holland.
Erstfassung: 20 Mrz 2004. Geändert: 18 Mai 2004.

Welche Therapie hilft bei Abhängigkeit / Suchtproblemen?
Wie verläuft eine Suchtbehandlung?

Antwort:

In der Suchttherapie gibt es unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten. In der Kognitiven Therapie (Verhaltenstherapie) hilft ein speziell ausgebildeter Therapeut typische Gedanken, Gefühle und Verhalten bei einer Person mit Abhängigkeitsproblemen und Suchtverhalten zu identifizieren, die zu Rückfällen, Suchtverhalten und anderem unerwünschten Verhalten führen. Der Therapeut versucht dabei gemeinsam mit dem Patienten neue Verhaltensweisen einzuüben, die einen Rückfall vermeiden helfen. Ein Beispiel hierfür wäre, wie man angemessen ein angebotenes alkoholisches Getränk in einer Runde ablehnt. Der Klient lernt so auch, mit dem starken Suchtdrang umzugehen. Ein Therapeut wird seinem Klienten auch vermitteln, wie ein Leben ohne Sucht aussehen könnte und wieder Lebensqualität aufgebaut werden kann. Da viele Süchtige häufig Drogen zum Unterdrücken von unangenehmen Gefühlen verwenden, ist ein Ziel der Therapie häufig auch zu lernen mit diesen Gefühlen oder Spannungen in einer konstruktiveren Art und Weise umzugehen.

Andere Therapieformen wären psychodynamische Psychotherapie, Gruppentherapien, Familientherapien oder Selbsthilfegruppen. Erfahrene und gut ausgebildete Therapeuten können diese Therapien anbieten. Zumeist findet man aber spezielle Therapieprogramme in Kliniken, die sich auf Suchtprobleme spezialisiert haben. Hier wird häufig eine Kombination verschiedener Therapien angeboten. So kann z.B. erst in einer Klinik die Entgiftung (Detoxifikation) und körperliche Stabilisierung bei gleichzeitiger medikamentöser Unterstützung erfolgen und dann eine Entwöhnungstherapie mit dem Ziel der langfristigen Lösung der Probleme und der Suchtgefährdung eingeleitet werden.

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