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Abstrakt: Gibt es Suchtmittel, die nicht abhängig machen? Warum machen bestimmte Stoffe und Substanzen abhängig ?

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Gibt es Drogen, die nicht abhängig machen

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Geschrieben von: Wendy Moelker, Psychologin am Emergis Gesundheitszentrum in Goes (Holland)
Erstfassung: 2004-03-20. Geändert: 2014-01-11.

Gibt es irgendwelche Drogen, die nicht abhängig / süchtig machen?

Antwort:

Es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass man jemals eine Droge findet, die die von den Konsumenten gewünschten Effekte zum Aufpuschen oder Entspannung haben und nicht potentiell abhängigkeitserzeugend wäre. Drogen können Entspannung, Glücksgefühle oder besondere Energie erzeugen, die die Konsumenten gerne erleben. Besonders Menschen, die sonst nicht entspannen können oder sich selbst glückliche Erlebnisse verschaffen können, werden besonders anfällig für derartige Substanzen sein und es kann sehr leicht dazu kommen, dass sie derartige Substanzen missbrauchen.

In Hinblick auf die Abhängigkeit gibt es grosse Unterschiede zwischen den verschiedenen Drogen. Alle üblicherweise eingesetzten Substanzen können eine mentale Abhängigkeit verursachen, aber bei einigen kann auch eine körperliche Abhängigkeit resultieren. Selbst wenn man eine Droge erfinden würde, die Glücksgefühle bei Menschen erzeugen, die unglücklich sind und sich nicht anders positive Erlebnisse verschaffen können, so würden doch die Probleme im Leben nicht gelöst sein und fortbestehen. Die persönliche Entwicklung und Reifung wird durch den Drogenkonsum aufgehalten und verhindert. Aus diesem Grund rauchen eine Menge Jugendlicher täglich Hasch oder nehmen anderen Drogen. Sie versuchen von ihren Problemen zu fliehen und werden und bleiben in ihrer eigentlichen Entwicklung zurück bzw. können nicht die Kompetenzen erwerben, die sie zum Bewältigen ihres Alltags befähigen würden.

Andere Dogen sind vielleicht nicht so suchterzeugend, können aber körperliche Schädigungen erzeugen. So gibt es rein zahlenmässig nicht sehr viele Ecstacy-Abhängige. Forschungsergebnisse zeigen jedoch, dass durch den Konsum das Gehirn bzw. Nerven nachhaltig geschädigt werden können. Schaut man auf Tabak bzw. Nikotin ist das Risiko einer Abhängigkeit und der körperlichen Erkrankungen enorm, dagegen werden soziale Folgen zumeist nicht besonders gross sein.

Daher müsste eine nicht-suchterzeugende Substanz eine ganze Reihe von Anforderungen erfüllen : Sie sollte nicht die persönliche Entwicklung behindern, sollte weder körperlich noch psychisch abhängig machen, keine körperliche Schäden verursachen und auch keine sozialen negativen Effekte haben.

Achtung: Die Informationen auf Web4Health ersetzen nicht die professionelle Diagnostik, Beratung und Therapie bei einem Arzt oder Psychologen! Sie stellen nur ein Informationsangebot dar, das wir nach hohen Qualitätskriterien und klinischer Erfahrung gestalten. Alle Informationen über diagnostische und therapeutische Methoden (inkl. Informationen über Medikamente) gelten nicht als persönliche Empfehlung oder Therapievorschlag. Für den Inhalt der verlinkten Internetseiten wird keine Haftung übernommen. Insbesondere gibt der Inhalt dieser Internetseiten nicht notwendig die Meinung von Web4Health wieder. Sollten Sie Änderungsvorschläge haben oder Fehler bemerkt haben, schreiben Sie uns .
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