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Abstrakt: Verschiedene Faktoren beeinflussen die individuelle Suchtgefahr einer Droge

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Wie unterscheiden sich verschiedene Drogen in der Suchtgefahr?

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Geschrieben von: Wendy Moelker
Erstfassung: 20 Mrz 2004. Geändert: 25 Sep 2004.

Machen alle Drogen süchtig?
Gibt es unterschiedliche Suchtgefahr bei Drogen?
Gibt es Drogen, die nicht abhängig machen?

Antwort:

Ob oder wie schnell ein Mensch von einer Droge abhängig wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Viele Konsumenten von bestimmten Drogen oder auch Medikamenten mit Suchtgefahr tun dies aus Neugier bzw. zum experimentieren. Oder sie suchen ein "besseres" Gefühl oder eine nachlassende innere Spannung. Ob dies nun zu einem fortgesetzten Drogenkonsum führt, hängt wiederum von weiteren Bedingungen und Einflüssen ab, u.a. auch von der ganz individuellen Wirkung der Droge auf diese Person. Natürlich spielen auch die Lebenshintergründe und Motive für die Drogeneinnahme eine Rolle. Ein Drogenkonsument, der dies aus reinen Genuss- oder Entspannungsgründen tut und sich ansonsten wohl und stabil fühlt, wird eine andere Prognose haben als ein Mensch, der sich wegen schwerster Stimmungsprobleme oder innerer Anspannung in eine Drogenersatzwelt flüchten will.

Keine Substanz oder Medikament führt bei der einmaligen Einnahme zur sofortigen Abhängigkeit. Somit ist es auch nicht möglich, dass man mutwillig von einer anderen Person drogenabhängig gemacht wird (etwa durch Beimischen von Drogen in ein Getränk). Aber es hängt natürlich schon von der verwendeten Droge ab, wie gross das Suchtpotential dieser Substanz(en) ist. Einige Drogen wie Heroin bzw. generell Opiate führen weit früher zu Toleranz- und Abhängigkeitsentwicklung, zu sozialen Problemen und Abgleiten in die Kriminalität. Amphetamine und auch (bedingt) Kokain haben ein etwas geringeres Gefährdungspotential. Weniger starke körperliche Abhängigkeitsentwicklungen sind bei XTC oder Cannabis zu befürchten. Das bedeutet jedoch nicht, dass diese Drogen ungefährlich wären. Vielmehr können sie bei einer entsprechenden Gefährdung der Persönlichkeit und ungünstigen psycho-sozialen Bedingungen zu ganz erheblichen Suchtproblemen führen und damit weit schwerwiegendere Auswirkungen für die Einzelperson haben. So kann z.B. ein langjähriger Cannabiskonsum zu ganz erheblichen sozialen Konsequenzen und gesundheitlichen Folgeschäden führen, während vielleicht ein Heroinkonsument sozial bestens integriert zur Arbeit geht und ein geordnetes Familienleben führt.

Achtung: Die Informationen auf Web4Health ersetzen nicht die professionelle Diagnostik, Beratung und Therapie bei einem Arzt oder Psychologen! Sie stellen nur ein Informationsangebot dar, das wir nach hohen Qualitätskriterien und klinischer Erfahrung gestalten. Alle Informationen über diagnostische und therapeutische Methoden (inkl. Informationen über Medikamente) gelten nicht als persönliche Empfehlung oder Therapievorschlag. Für den Inhalt der verlinkten Internetseiten wird keine Haftung übernommen. Insbesondere gibt der Inhalt dieser Internetseiten nicht notwendig die Meinung von Web4Health wieder. Sollten Sie Änderungsvorschläge haben oder Fehler bemerkt haben, schreiben Sie uns .
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